Uwe Wittstock: Februar 33 - der Winter der Literatur

Uwe Wittstock: Februar 33

Uwe Wittstock: Februar 33 – der Winter der Literatur

Uwe Wittstock: Februar 33 - der Winter der Literatur
Uwe Wittstock: Februar 33 – der Winter der Literatur

„Für die Zerstörung der Demokratie brauchten die Antidemokraten nicht länger als die Dauer eines guten Jahresurlaubs. Wer Ende Januar aus einem Rechtsstaat abreiste, kehrte vier Wochen später in eine Diktatur zurück“, schreibt Uwe Wittstock in seinem Nachwort. Der Autor beschreibt die Zerstörung des kulturellen Lebens der Weimarer Republik und bedient sich dabei der Technik der zeitgeschichtlichen Collage.

Zugrunde liegen Tagebücher, Briefe und Notizen der literarischen und intellektuellen Elite jener Zeit. Beginnend mit dem Presseball am 28. Januar 1933 wird von Tag zu Tag die politische Entwicklung und das Schicksal einzelner Persönlichkeiten erzählt, die auf die Geschehnisse sehr unterschiedlich reagierten. Während Joseph Roth schon am Morgen des 30. Januar den erstbesten Zug nach Paris bestieg, blieb Erich Kästner trotz aller Anfeindungen aus familiären Gründen in Deutschland.

In seiner erzählenden Form und dem Detailreichtums ist dieses Buch eine durchaus spannende Lektüre.

Geb.; 288 S.,Hanser Verlag, 24,00 €


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